Ein Treueprogramm scheitert selten an der Technik, sondern an der Ausgestaltung: Die Prämie ist zu weit weg, die Regeln sind zu kompliziert, oder das Personal erklärt die Karte nicht. Diese Anleitung geht die Entscheidungen der Reihe nach durch.
Sie können sie unabhängig davon lesen, welche Software Sie am Ende einsetzen — die Überlegungen zu Punktwerten und Prämien gelten überall.
Rechnen Sie mit etwa einer Stunde für die Konzeption und rund zwanzig Minuten für die Einrichtung.
Mehr Besuche pro Kunde? Höherer Bon? Mehr Weiterempfehlungen? Das Ziel entscheidet, wofür es Punkte gibt.
Nicht jede Leistung ist gleich viel wert. Orientieren Sie sich am Deckungsbeitrag, nicht am Verkaufspreis.
Faustregel: Die erste Prämie sollte nach fünf bis zehn typischen Besuchen erreichbar sein. Alles darüber wirkt unerreichbar und wird ignoriert.
Ein Getränk, ein Zusatzservice oder eine Behandlung mit hoher Marge kostet Sie wenig und wirkt für den Kunden vollwertig.
Wenn Ihr Personal die Karte nicht in zehn Sekunden erklären kann, ist das Programm zu kompliziert.
Die Karte wird beim Bezahlen angeboten, nicht beim Betreten. In diesem Moment ist der Kunde zufrieden und hat die Hände frei.
Prämien mit Zeitraum oder Gesamtzahl schaffen Anlässe — dauerhafte Prämien sind gut für die Grundmechanik.
Zu wenige Einlösungen? Prämie zu teuer. Zu viele? Punktwerte zu hoch. Beides ist in Minuten geändert.
Beispielwerte — ersetzen Sie sie durch Ihre eigenen Zahlen. Der Treue-Rechner hilft dabei.
Für kleine Betriebe ist ein Leistungskatalog meist besser: Er ist an der Kasse schneller, für Kunden verständlicher und entwertet teure Leistungen nicht. Boncard arbeitet bewusst so.
Rechtlich ist das heikel und beim Kunden unbeliebt. Sinnvoller sind befristete Zusatzaktionen neben einem dauerhaften Grundprogramm.
Ein fester Satz beim Kassieren und ein sichtbarer Aufsteller wirken mehr als jede Schulung. Prüfen Sie nach zwei Wochen in der Statistik, ob neue Karten dazukommen.
Zum Start eine, maximal zwei. Auswahl verwirrt und verzögert die erste Einlösung — und die erste Einlösung ist der Moment, in dem das Programm für den Kunden real wird.
Konto anlegen, Leistungen eintragen, erste Karte ausgeben — ohne Zahlungsdaten und ohne App für Ihre Kunden.